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Asiatische Hornisse erkennen & bekämpfen: Der Experten-Ratgeber 2026

Anton Hilgers
11 Minuten Lesezeit
3. Juli 2026
Aktualisiert: 13. August 2026
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) mit dunklem Körper, orangem Gesicht und gelben Beinenden
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Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich seit dem ersten Nachweis 2014 rasant in Deutschland aus und gehört 2026 zu den meistgesuchten Insekten-Themen. Sie ist kleiner und dunkler als die heimische Hornisse, hat auffällig gelbe Beinenden und baut im Sommer große Nester hoch in Baumkronen. Für einzelne Menschen ist sie kaum gefährlicher als unsere heimische Hornisse – ein Nest sollten Sie aber niemals selbst entfernen. Wichtig zu wissen: Seit 2026 sind die Naturschutzbehörden nicht mehr verpflichtet, jedes Nest zu beseitigen – die Entfernung wird zunehmend privat beauftragt. Rufen Sie einen Profi.

Steckbrief: Asiatische Hornisse

Art: Vespa velutina nigrithorax (Gelbfüßige Hornisse)
Größe: Arbeiterin 17–25 mm, Königin bis ~30 mm
Aussehen: dunkler Körper, oranges Gesicht, gelbe Beinenden
Nest: im Sommer oft hoch in Baumkronen, bis ~1 m groß
Aktiv: Frühjahr bis Spätherbst, tagaktiv
Status: invasiv, seit 2025 „weit verbreitet" – seit 2026 Management-Regime (Art. 19 EU-VO 1143/2014)

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Das Wichtigste zuerst

Nähern Sie sich einem Nest niemals und versuchen Sie nie, es selbst zu entfernen. Große Sekundärnester können mehrere Tausend Tiere beherbergen, die ihr Nest entschlossen verteidigen. Halten Sie mindestens 10 Meter Abstand, fotografieren Sie das Tier oder Nest aus sicherer Entfernung zur Bestimmung und rufen Sie einen Fachbetrieb.

Neu seit 2026: Wer entfernt das Nest jetzt?

Seit 2026 entfernt die Naturschutzbehörde nicht mehr automatisch jedes Nest der Asiatischen Hornisse. Deutschland hat die Art am 24. März 2025 offiziell als „weit verbreitet" eingestuft; seither gilt das Management-Regime nach Artikel 19 der EU-Verordnung 1143/2014. Behörden prüfen nur noch im Einzelfall – die Entfernung auf Privatgrundstücken beauftragen Betroffene in der Regel selbst.

Hintergrund: Bis zur Umstufung lief die Asiatische Hornisse in der EU als „Früherkennungsart" – jedes gemeldete Nest sollte möglichst schnell und flächendeckend beseitigt werden, meist organisiert und bezahlt von der öffentlichen Hand. Weil sich die Art trotzdem weiter ausgebreitet hat, wurde dieses Ziel aufgegeben: Im Management-Regime wägen die Unteren Naturschutzbehörden ab, ob eine Beseitigung nötig ist – etwa bei erheblichen Auswirkungen auf die Biodiversität. Rheinland-Pfalz zum Beispiel setzt behördliche Beseitigungen seit dem 1. August 2025 nur noch in solchen Fällen um. Was das praktisch bedeutet:

 Bis zur Umstufung (Früherkennung)Seit 2026 (Management, Art. 19)
MeldungMeldepflicht (Früherkennung nach Art. 16)Freiwillig, aber ausdrücklich erwünscht – über die Meldeportale der Bundesländer
NestbeseitigungBehörden sollten jedes Nest möglichst beseitigenEinzelfallprüfung – aktiv v. a. bei erheblichen Auswirkungen auf die Biodiversität
PrivatgrundstückBeseitigung häufig behördlich organisiertEigentümer beauftragt in der Regel selbst einen Fachbetrieb
KostenMeist öffentliche HandIn der Regel privat – in einigen Ländern mit Förderung (z. B. NRW-Zuschuss seit 2025)

Saison-Hinweis: August bis November

Genau jetzt fällt der Regime-Wechsel mit der Nest-Hochsaison zusammen: Die Völker erreichen von August bis November ihre Maximalgröße, und die großen Sekundärnester (bis rund 1 Meter, mehrere Tausend Tiere) hängen hoch in den Baumkronen – oft werden sie erst nach dem Laubfall entdeckt. Wer jetzt ein Nest findet, sollte es melden und die Entfernung selbst beauftragen, statt auf die Behörde zu warten. Und Vorsicht bei der Bestimmung: Die ähnliche Europäische Hornisse ist besonders geschützt und darf nicht bekämpft werden.

Melden bleibt wichtig: Auch ohne Pflicht bitten die Bundesländer weiterhin um Meldungen von Sichtungen und Nestern – je nach Land über eigene Online-Meldeportale (in Hessen etwa beim HLNUG, in NRW über das Landesportal zur Asiatischen Hornisse) oder direkt an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises. Nur so lässt sich die Ausbreitung dokumentieren. Für die Beseitigung gilt: erst die Art sicher bestimmen lassen, dann einen Fachbetrieb beauftragen.

Woran erkennt man die Asiatische Hornisse?

Die Asiatische Hornisse erkennen Sie an vier Merkmalen: überwiegend dunkler Körper, oranges Gesicht, ein einzelner gelb-oranger Ring am Hinterleib und auffällig gelbe Beinenden. Mit 17–25 mm ist die Arbeiterin zudem etwas kleiner als die heimische Hornisse, die insgesamt deutlich rotbraun-gelb wirkt. Im Zweifel gilt: fotografieren und die Art vom Fachmann bestimmen lassen.

Die Asiatische Hornisse lässt sich bei genauem Hinsehen gut bestimmen. Diese vier Merkmale sind entscheidend:

Erkennungsmerkmale von Vespa velutina

  • Dunkler Körper: überwiegend schwarz bis dunkelbraun, wirkt insgesamt viel dunkler als die heimische Hornisse.
  • Orangefarbenes Gesicht: die Kopfvorderseite ist gelb-orange, während der Kopf von oben dunkel erscheint.
  • Ein gelb-oranger Ring: nur ein deutlich gelb-orange gefärbtes Hinterleibssegment, der Rest ist dunkel.
  • Gelbe Beinenden: die Beine sind oben dunkel und enden auffällig gelb – daher der Name „Gelbfüßige Hornisse".

Verwechslungsgefahr: die heimische Hornisse ist geschützt

Die heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro) steht unter besonderem Schutz und ist ein nützliches Insekt. Sie darf nicht getötet werden. Weil beide Arten leicht zu verwechseln sind, sollte die Bestimmung im Zweifel immer eine Fachkraft übernehmen – bevor an einem Nest etwas unternommen wird.

Asiatische vs. Europäische Hornisse im Vergleich

Der wichtigste Unterschied auf einen Blick – damit Sie die invasive Art sicher von unserer heimischen Hornisse unterscheiden können:

MerkmalAsiatische HornisseEuropäische Hornisse
Größe (Arbeiterin)17–25 mm (kleiner)19–32 mm (größer)
FärbungÜberwiegend dunkel/schwarz, ein gelb-oranger RingRotbraun und gelb, deutlich heller
BeineGelbe Beinenden („Gelbfüße")Rotbraun
Nest-StandortOft frei hängend, im Sommer hoch in BaumkronenBevorzugt Hohlräume (Dachboden, Baumhöhle)
EinfluglochMeist seitlichMeist an der Unterseite
AktivitätTagaktivAuch nachts (fliegt ans Licht)
SchutzstatusInvasiv, nicht besonders geschütztBesonders geschützt!

Das Nest & der Jahreszyklus

Wer das Nest der Asiatischen Hornisse verstehen will, muss ihren Jahreszyklus kennen. Er erklärt auch, warum die Tiere oft erst spät im Jahr auffallen:

1

Frühjahr: das Gründungsnest

Eine überwinterte Königin baut ein kleines Primärnest – golf- bis tennisballgroß, häufig bodennah unter Dächern, in Schuppen, Hecken oder Carports.

2

Sommer: Umzug ins Sekundärnest

Wird das Volk zu groß, zieht es oft in ein großes Sekundärnest um – meist hoch in Baumkronen. Genau jetzt (Sommer) wächst die Kolonie am stärksten.

3

Herbst: Maximalgröße & neue Königinnen

Das Nest erreicht seine größte Ausdehnung – nach Angaben von Fachstellen bis zu rund 1 Meter Durchmesser und mehrere Tausend Tiere. Es entstehen zahlreiche Jungköniginnen, die überwintern. Sichtbar wird das Nest oft erst nach dem Laubfall.

4

Winter: nur die Königinnen überleben

Mit dem Frost stirbt das Volk. Nur begattete Jungköniginnen überwintern und gründen im Frühjahr neue Nester an anderer Stelle. Das alte Nest wird nicht wieder bezogen.

Nach Angaben der bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) und des Fachmagazins bienen&natur können Sekundärnester im Mittel mehrere Tausend Tiere umfassen; pro Nest entstehen bis zu mehreren Hundert Jungköniginnen. Genau deshalb lohnt es sich, ein Nest frühzeitig entfernen zu lassen.

Ein Nest im Boden ist dagegen fast nie eine Asiatische Hornisse: Wespen, die aus Erdlöchern fliegen, sind in der Regel Gemeine oder Deutsche Wespen – mehr dazu im Ratgeber Erdwespen erkennen & loswerden.

Welche Schäden kann ein Nest am Haus verursachen?

Wichtig vorweg: Die Asiatische Hornisse ist kein holzzerstörender Schädling wie Termiten oder der Hausbock – sie frisst sich nicht durch das Mauerwerk. Ein Nest am oder im Gebäude bringt aber trotzdem handfeste Probleme mit sich, vor allem wenn es sich in Rollladenkästen, unter Dachüberständen, in Hohlräumen, Schuppen oder Carports befindet:

Verschmutzung der Fassade

Unter einem bewohnten Nest sammeln sich Kot und Sekrete. An Fassade, Dachuntersicht, Terrasse oder Balkon hinterlässt das dauerhafte Flecken und unhygienische Verschmutzungen, die sich nur schwer entfernen lassen.

Feuchtigkeit in Hohlräumen

Ein Nest im Rollladenkasten oder einer Wandnische kann Belüftung blockieren und Feuchtigkeit stauen. Das begünstigt langfristig Schimmel und Folgeschäden an Dämmung und Bausubstanz.

Blockierte Bauteile & No-go-Zonen

Ein Nest im Rollladenkasten macht den Rollladen unbenutzbar. Sitzt es am Eingang, Balkon oder auf der Terrasse, sind ganze Bereiche des Hauses in der Saison praktisch gesperrt.

Folgebefall durch andere Tiere

Zum Nestbau schaben die Hornissen Holzfasern von Zäunen und Gartenmöbeln ab. Verlassene Nester wiederum locken später andere Insekten wie Speckkäfer oder Motten an – ein Grund, das leere Nest fachgerecht entfernen zu lassen.

Je früher ein Nest erkannt und entfernt wird, desto geringer sind Verschmutzung und Folgeschäden – und desto einfacher (und günstiger) ist der Einsatz, solange das Nest noch klein und gut erreichbar ist.

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Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse?

Für den Einzelnen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als die heimische Hornisse – ihr Stich ist vergleichbar schmerzhaft. Kritisch wird es in Nestnähe: Wird ein Nest mit mehreren Tausend Tieren gestört, drohen Mehrfachstiche. Halten Sie mindestens 10 Meter Abstand; Allergiker sollten die Umgebung des Nests vollständig meiden.

Trotz vieler reißerischer Schlagzeilen gilt: Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als die heimische Hornisse. Das Umweltbundesamt (UBA) stuft das Stichrisiko einzelner Tiere als vergleichbar ein.

Einzelne Tiere

Auf Nahrungssuche sind Asiatische Hornissen scheu und stechen nur bei direkter Bedrohung. Ein Stich ist unangenehm, aber für Nicht-Allergiker in der Regel harmlos. Wer Ruhe bewahrt, ist nicht in Gefahr.

In Nestnähe

Wird das Nest gestört, verteidigen die Tiere es koordiniert – dann drohen Mehrfachstiche. Besonders für Allergiker kann das gefährlich werden. Deshalb: Abstand halten und das Nest nur vom Profi entfernen lassen.

Das eigentliche Problem der Asiatischen Hornisse ist ökologischer Natur: Sie jagt gezielt Honigbienen und andere Insekten und kann Bienenvölker erheblich schwächen (mehr dazu weiter unten).

Mythen-Check: Was stimmt wirklich?

Rund um die Asiatische Hornisse kursieren viele Halbwahrheiten. Wir ordnen die häufigsten Behauptungen sachlich ein:

Mythos: „Ihr Stich ist tödlich und viel gefährlicher als bei anderen Wespen."

Fakt: Der Stich ist für die meisten Menschen etwa so schmerzhaft wie der einer heimischen Hornisse. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem für Allergiker und bei Mehrfachstichen in Nestnähe.

Mythos: „Jede Sichtung muss sofort den Behörden gemeldet werden."

Fakt: Seit dem 24. März 2025 gilt die Art offiziell als „weit verbreitet" und ist nicht mehr generell meldepflichtig. Eine freiwillige Meldung über die Portale der Bundesländer ist weiterhin erwünscht, aber keine Pflicht mehr.

Mythos: „Wenn ich das Nest melde, kommt die Naturschutzbehörde und entfernt es kostenlos."

Fakt: Das war während der Früherkennungsphase oft so – seit 2026 gilt das Management-Regime nach Art. 19 der EU-VO 1143/2014: Behörden beseitigen nur noch nach Einzelfallprüfung. Auf dem eigenen Grundstück beauftragen Sie die Entfernung in der Regel selbst; in einigen Bundesländern gibt es Zuschüsse.

Mythos: „Ein Nest kann man abends einfach mit Spray oder heißem Wasser erledigen."

Fakt: Solche Versuche töten nur einen Teil der Tiere, machen den Rest aggressiv und führen zu Massenstichen, Absturz oder Bränden. Nestentfernung gehört in Profihände.

Mythos: „Die heimische Hornisse darf man genauso bekämpfen."

Fakt: Nein. Die Europäische Hornisse ist besonders geschützt – das Töten ist verboten und bußgeldbewehrt. Deshalb muss die Art immer zuerst sicher bestimmt werden.

Darf man das Nest der Asiatischen Hornisse selbst entfernen?

Erlaubt ist die Entfernung der invasiven Art zwar – sicher ist sie nicht: Ein Sekundärnest beherbergt mehrere Tausend Tiere und hängt oft über 10 Meter hoch. Ohne Schutzausrüstung drohen Massenstiche und Abstürze; wird das Nest mit dem der besonders geschützten Europäischen Hornisse verwechselt, drohen zudem empfindliche Bußgelder. Überlassen Sie die Entfernung deshalb einem Profi.

Auch wenn die Asiatische Hornisse invasiv und nicht besonders geschützt ist – die Nestentfernung ist ein Fall für Fachleute mit Schutzausrüstung. Diese Risiken werden regelmäßig unterschätzt:

Massenangriff aus dem Nest

Ein großes Sekundärnest beherbergt mehrere Tausend Tiere. Wird es gestört, verteidigen sie es gemeinsam – Dutzende Stiche in kurzer Zeit sind möglich.

Nester in großer Höhe

Sekundärnester hängen oft hoch in Baumkronen. Arbeiten auf Leiter oder im Baum unter angreifenden Hornissen führen schnell zu Absturz und schweren Verletzungen.

Allergische Reaktionen

Wer allergisch auf Insektengift reagiert, riskiert einen anaphylaktischen Schock. Oft weiß man erst nach dem ersten schweren Stich, dass man betroffen ist.

Hausmittel & Sprays machen es schlimmer

Wasser, Feuer oder Baumarkt-Sprays töten nur einen Teil der Tiere und machen den Rest aggressiv – ganz abgesehen von Brand- und Verletzungsgefahr. Finger weg von DIY-Lösungen.

Wann Sie einen Profi brauchen

Bei der Asiatischen Hornisse endet Do-it-yourself früh – spätestens ab einem dieser Punkte gehört das Nest in Profihände:

  • Nest in Gebäudenähe, in der Einflugschneise oder über Terrasse, Eingang oder Spielbereich
  • Allergiker im Haushalt – jeder Stich kann einen anaphylaktischen Schock auslösen
  • Nest hoch in der Baumkrone oder anderweitig unzugänglich – Sekundärnester hängen oft über 10 Meter hoch
  • Unsichere Artbestimmung: Die Verwechslung mit der besonders geschützten Europäischen Hornisse ist bußgeldbewehrt
  • Gewerbliche Außenbereiche wie Gastronomie-Terrassen, Kitas oder Kundenparkplätze (Verkehrssicherungspflicht)

AHS Schädlingsbekämpfung ist deutschlandweit an über 40 Standorten im Einsatz und 24/7 erreichbar unter 01579 2674265. Die Anfahrt kostet 49€ inklusive Vor-Ort-Begutachtung und Diagnose – danach erhalten Sie einen verbindlichen Festpreis, bevor die Arbeit beginnt.

Nest oder Hornisse entdeckt? So reagieren Sie richtig

Halten Sie mindestens 10 Meter Abstand, stören Sie das Nest nicht und fotografieren Sie es aus sicherer Entfernung. Melden Sie den Fund über das Meldeportal Ihres Bundeslands oder an die Untere Naturschutzbehörde – und beauftragen Sie für die Entfernung einen Fachbetrieb, denn seit der Umstufung 2025/2026 kommt die Behörde nicht mehr automatisch.

✓ Ihre Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Ruhe bewahren, Abstand halten: mindestens 10 Meter zum Nest, nicht im Flugweg stehen bleiben.
  • Nest nicht stören: nicht bewerfen, bespritzen, anzünden oder mit Stangen berühren.
  • Aus sicherer Entfernung fotografieren: ein Foto hilft bei der sicheren Bestimmung der Art.
  • Profi rufen: Lassen Sie das Nest von einem Fachbetrieb begutachten und fachgerecht entfernen.

Melden – freiwillig, aber weiterhin erwünscht

Seit dem 24. März 2025 stuft das Bundesumweltministerium die Asiatische Hornisse als „weit verbreitet" ein – sie ist damit nicht mehr generell meldepflichtig, und seit 2026 gilt das Management-Regime nach Art. 19 der EU-VO 1143/2014 (siehe oben). NABU und die Meldeportale der Bundesländer bitten aber weiterhin um freiwillige Meldungen, um die Ausbreitung zu dokumentieren. Für die Beseitigung eines Nests auf Ihrem Grundstück sind Sie in der Regel selbst verantwortlich – hier hilft Ihnen ein professioneller Kammerjäger.

So läuft die professionelle Nestentfernung ab

Ein erfahrener Kammerjäger entfernt ein Nest der Asiatischen Hornisse sicher und rechtssicher. So gehen wir bei AHS vor:

1Begutachtung & Bestimmung

Vor Ort bestimmen wir die Art zweifelsfrei (Asiatische vs. geschützte heimische Hornisse) und bewerten Lage, Höhe und Größe des Nests.

2Schutzausrüstung

Der Kammerjäger trägt einen stichsicheren Spezialanzug mit Gesichtsschutz. Sie und Ihre Familie bleiben in sicherem Abstand oder im Haus.

3Fachgerechte Behandlung

Das Nest wird mit geeigneter Technik und zugelassenen Mitteln behandelt – auch in großer Höhe. So wird das gesamte Volk zuverlässig abgetötet.

4Nestabnahme

Wo möglich und sinnvoll, wird das Nest anschließend entfernt. So verhindern wir, dass es andere Tiere anlockt oder Reste zurückbleiben.

Was kostet das? Transparent & fair

Jeder Einsatz ist anders – die Kosten hängen vor allem von Höhe, Lage und Größe des Nests ab. Ein bodennahes Gründungsnest ist deutlich einfacher zu erreichen als ein großes Sekundärnest hoch in der Baumkrone. Deshalb nennen wir keinen pauschalen Preis, sondern arbeiten transparent: Sie zahlen 49€ Anfahrt inklusive Vor-Ort-Begutachtung, und Sie erhalten einen verbindlichen Festpreis, bevor die Arbeit beginnt – ohne versteckte Kosten. Tipp: In einigen Bundesländern gibt es Förderungen – in Nordrhein-Westfalen wurde 2025 z. B. ein Zuschuss zur Nestentfernung eingeführt. Fragen Sie bei Ihrer Kommune nach.

Mehr zu unserem Vorgehen bei Hornissen und Wespen finden Sie auf unserer Leistungsseite Wespen- & Hornissenbekämpfung.

Warum die Asiatische Hornisse ein Problem ist

Die größte Sorge gilt nicht dem Menschen, sondern den Honigbienen und der Imkerei. Die Asiatische Hornisse jagt vor Bienenstöcken und erbeutet gezielt Honigbienen. In stark betroffenen Regionen kann das ganze Völker schwächen.

Zahlen & Fakten (mit Quellen):

  • Ausbreitung: Seit dem Erstnachweis 2014 (Waghäusel, Baden-Württemberg) breitet sich die Art nach Norden und Osten aus. Laut NABU besiedelt sie inzwischen etwa ein Drittel Deutschlands – etabliert in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen und weiten Teilen Nordrhein-Westfalens, mit Einzelfunden bis Hamburg, Bremen und Berlin. (Quelle: NABU)
  • Status: Am 24. März 2025 hat das Bundesumweltministerium die Art gegenüber der EU-Kommission als „weit verbreitet" eingestuft; seit 2026 wird sie nach Art. 19 der EU-VO 1143/2014 „gemanagt" statt verpflichtend bekämpft – Nestbeseitigungen erfolgen behördlich nur noch nach Einzelfallprüfung. (Quelle: Bundesumweltministerium / HLNUG / UBA)
  • Schäden für Imker: Aus stark betroffenen Regionen in Frankreich und Spanien werden Völkerverluste in einer Größenordnung von rund 20–30 % berichtet. Schätzungen zu volkswirtschaftlichen Kosten reichen in den zweistelligen Millionenbereich pro Jahr. (Quelle: Umweltbundesamt, Studienlage)
  • Förderung: Nordrhein-Westfalen hat 2025 ein Förderprogramm gestartet, das die fachgerechte Nestentfernung bezuschusst. (Quelle: Land NRW)

Genau deshalb ist es sinnvoll, ein Nest frühzeitig und fachgerecht entfernen zu lassen – für den eigenen Schutz und für die heimischen Bienen.

Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse

Woran erkenne ich die Asiatische Hornisse?

An ihrem überwiegend dunklen Körper, dem orangefarbenen Gesicht, einem einzelnen gelb-orangen Ring am Hinterleib und den auffällig gelben Beinenden. Mit 17–25 mm ist sie etwas kleiner als die rotbraun-gelbe heimische Hornisse.

Ist die Asiatische Hornisse gefährlich?

Für einzelne Menschen ist sie nicht gefährlicher als die heimische Hornisse – ihr Stich ist vergleichbar. Gefährlich wird es vor allem in Nestnähe und für Allergiker. Halten Sie mindestens 10 Meter Abstand.

Muss ich die Asiatische Hornisse melden?

Nein – seit dem 24. März 2025 ist sie als „weit verbreitet" eingestuft und nicht mehr generell meldepflichtig. NABU und die Meldeportale der Länder bitten aber weiterhin um freiwillige Meldungen. Für die Nestentfernung auf dem eigenen Grundstück sind Sie in der Regel selbst verantwortlich.

Entfernt die Naturschutzbehörde das Nest noch?

Nur noch im Einzelfall. Seit der Einstufung als „weit verbreitet" gilt das Management-Regime nach Art. 19 der EU-VO 1143/2014: Behörden wägen ab und werden vor allem bei erheblichen Auswirkungen auf die Biodiversität aktiv. Auf Privatgrundstücken beauftragen Eigentümer die Entfernung in der Regel selbst; einige Bundesländer fördern die fachgerechte Nestentfernung.

Darf ich das Nest selbst entfernen?

Als invasive Art ist sie nicht besonders geschützt – dennoch sollten Sie ein Nest niemals selbst entfernen. Große Nester hängen oft hoch und beherbergen Tausende Tiere. Überlassen Sie das einem Profi mit Schutzausrüstung. Und lassen Sie die Art zuerst bestimmen, denn die heimische Hornisse ist geschützt.

Kann ein Nest Schäden am Haus verursachen?

Die Asiatische Hornisse zerstört keine Bausubstanz. Ein Nest verschmutzt aber Fassade und Terrasse mit Kot, kann in Rollladenkästen oder Hohlräumen Feuchtigkeit stauen und Bauteile blockieren, und verlassene Nester locken andere Insekten an. Frühe Entfernung hält Verschmutzung und Folgeschäden gering.

Wie schnell können Sie kommen?

Bei AHS sind wir deutschlandweit oft noch am selben Tag bei Ihnen. Rufen Sie uns an: 01579 2674265.

Quellen und weiterführende Informationen

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Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt? Nicht selbst anfassen!

Unsere Kammerjäger begutachten das Nest, bestimmen die Art sicher und entfernen es fachgerecht mit professioneller Schutzausrüstung – deutschlandweit. 49€ Anfahrt inkl. Vor-Ort-Begutachtung, Festpreis vor Arbeitsbeginn.

Haben Sie noch Fragen? In unseren häufig gestellten Fragen finden Sie weitere Antworten.