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Asiatische Hornisse erkennen & bekämpfen: Der Experten-Ratgeber 2026

Anton Hilgers
9 Minuten Lesezeit
3. Juli 2026
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) mit dunklem Körper, orangem Gesicht und gelben Beinenden
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Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich seit dem ersten Nachweis 2014 rasant in Deutschland aus und gehört 2026 zu den meistgesuchten Insekten-Themen. Sie ist kleiner und dunkler als die heimische Hornisse, hat auffällig gelbe Beinenden und baut im Sommer große Nester hoch in Baumkronen. Für einzelne Menschen ist sie kaum gefährlicher als unsere heimische Hornisse – ein Nest sollten Sie aber niemals selbst entfernen. Rufen Sie einen Profi.

Steckbrief: Asiatische Hornisse

Art: Vespa velutina nigrithorax (Gelbfüßige Hornisse)
Größe: Arbeiterin 17–25 mm, Königin bis ~30 mm
Aussehen: dunkler Körper, oranges Gesicht, gelbe Beinenden
Nest: im Sommer oft hoch in Baumkronen, bis ~1 m groß
Aktiv: Frühjahr bis Spätherbst, tagaktiv
Status: invasiv, seit 2025 „etabliert" (nicht mehr meldepflichtig)

Das Wichtigste zuerst

Nähern Sie sich einem Nest niemals und versuchen Sie nie, es selbst zu entfernen. Große Sekundärnester können mehrere Tausend Tiere beherbergen, die ihr Nest entschlossen verteidigen. Halten Sie mindestens 10 Meter Abstand, fotografieren Sie das Tier oder Nest aus sicherer Entfernung zur Bestimmung und rufen Sie einen Fachbetrieb.

Asiatische Hornisse erkennen: die Merkmale

Die Asiatische Hornisse lässt sich bei genauem Hinsehen gut bestimmen. Arbeiterinnen sind etwa 17 bis 25 mm groß und damit eine Spur kleiner als die heimische Hornisse. Diese vier Merkmale sind entscheidend:

Erkennungsmerkmale von Vespa velutina

  • Dunkler Körper: überwiegend schwarz bis dunkelbraun, wirkt insgesamt viel dunkler als die heimische Hornisse.
  • Orangefarbenes Gesicht: die Kopfvorderseite ist gelb-orange, während der Kopf von oben dunkel erscheint.
  • Ein gelb-oranger Ring: nur ein deutlich gelb-orange gefärbtes Hinterleibssegment, der Rest ist dunkel.
  • Gelbe Beinenden: die Beine sind oben dunkel und enden auffällig gelb – daher der Name „Gelbfüßige Hornisse".

Verwechslungsgefahr: die heimische Hornisse ist geschützt

Die heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro) steht unter besonderem Schutz und ist ein nützliches Insekt. Sie darf nicht getötet werden. Weil beide Arten leicht zu verwechseln sind, sollte die Bestimmung im Zweifel immer eine Fachkraft übernehmen – bevor an einem Nest etwas unternommen wird.

Asiatische vs. Europäische Hornisse im Vergleich

Der wichtigste Unterschied auf einen Blick – damit Sie die invasive Art sicher von unserer heimischen Hornisse unterscheiden können:

MerkmalAsiatische HornisseEuropäische Hornisse
Größe (Arbeiterin)17–25 mm (kleiner)19–32 mm (größer)
FärbungÜberwiegend dunkel/schwarz, ein gelb-oranger RingRotbraun und gelb, deutlich heller
BeineGelbe Beinenden („Gelbfüße")Rotbraun
Nest-StandortOft frei hängend, im Sommer hoch in BaumkronenBevorzugt Hohlräume (Dachboden, Baumhöhle)
EinfluglochMeist seitlichMeist an der Unterseite
AktivitätTagaktivAuch nachts (fliegt ans Licht)
SchutzstatusInvasiv, nicht besonders geschütztBesonders geschützt!

Das Nest & der Jahreszyklus

Wer das Nest der Asiatischen Hornisse verstehen will, muss ihren Jahreszyklus kennen. Er erklärt auch, warum die Tiere oft erst spät im Jahr auffallen:

1

Frühjahr: das Gründungsnest

Eine überwinterte Königin baut ein kleines Primärnest – golf- bis tennisballgroß, häufig bodennah unter Dächern, in Schuppen, Hecken oder Carports.

2

Sommer: Umzug ins Sekundärnest

Wird das Volk zu groß, zieht es oft in ein großes Sekundärnest um – meist hoch in Baumkronen. Genau jetzt (Sommer) wächst die Kolonie am stärksten.

3

Herbst: Maximalgröße & neue Königinnen

Das Nest erreicht seine größte Ausdehnung – nach Angaben von Fachstellen bis zu rund 1 Meter Durchmesser und mehrere Tausend Tiere. Es entstehen zahlreiche Jungköniginnen, die überwintern. Sichtbar wird das Nest oft erst nach dem Laubfall.

4

Winter: nur die Königinnen überleben

Mit dem Frost stirbt das Volk. Nur begattete Jungköniginnen überwintern und gründen im Frühjahr neue Nester an anderer Stelle. Das alte Nest wird nicht wieder bezogen.

Nach Angaben der bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) und des Fachmagazins bienen&natur können Sekundärnester im Mittel mehrere Tausend Tiere umfassen; pro Nest entstehen bis zu mehreren Hundert Jungköniginnen. Genau deshalb lohnt es sich, ein Nest frühzeitig entfernen zu lassen.

Welche Schäden kann ein Nest am Haus verursachen?

Wichtig vorweg: Die Asiatische Hornisse ist kein holzzerstörender Schädling wie Termiten oder der Hausbock – sie frisst sich nicht durch das Mauerwerk. Ein Nest am oder im Gebäude bringt aber trotzdem handfeste Probleme mit sich, vor allem wenn es sich in Rollladenkästen, unter Dachüberständen, in Hohlräumen, Schuppen oder Carports befindet:

Verschmutzung der Fassade

Unter einem bewohnten Nest sammeln sich Kot und Sekrete. An Fassade, Dachuntersicht, Terrasse oder Balkon hinterlässt das dauerhafte Flecken und unhygienische Verschmutzungen, die sich nur schwer entfernen lassen.

Feuchtigkeit in Hohlräumen

Ein Nest im Rollladenkasten oder einer Wandnische kann Belüftung blockieren und Feuchtigkeit stauen. Das begünstigt langfristig Schimmel und Folgeschäden an Dämmung und Bausubstanz.

Blockierte Bauteile & No-go-Zonen

Ein Nest im Rollladenkasten macht den Rollladen unbenutzbar. Sitzt es am Eingang, Balkon oder auf der Terrasse, sind ganze Bereiche des Hauses in der Saison praktisch gesperrt.

Folgebefall durch andere Tiere

Zum Nestbau schaben die Hornissen Holzfasern von Zäunen und Gartenmöbeln ab. Verlassene Nester wiederum locken später andere Insekten wie Speckkäfer oder Motten an – ein Grund, das leere Nest fachgerecht entfernen zu lassen.

Je früher ein Nest erkannt und entfernt wird, desto geringer sind Verschmutzung und Folgeschäden – und desto einfacher (und günstiger) ist der Einsatz, solange das Nest noch klein und gut erreichbar ist.

Nest am Haus entdeckt? Wir kümmern uns darum.

Fachgerechte Begutachtung vor Ort und sichere Entfernung – bevor Verschmutzung oder Folgeschäden entstehen.

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Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse?

Trotz vieler reißerischer Schlagzeilen gilt: Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als die heimische Hornisse. Das Umweltbundesamt (UBA) stuft das Stichrisiko einzelner Tiere als vergleichbar ein.

Einzelne Tiere

Auf Nahrungssuche sind Asiatische Hornissen scheu und stechen nur bei direkter Bedrohung. Ein Stich ist unangenehm, aber für Nicht-Allergiker in der Regel harmlos. Wer Ruhe bewahrt, ist nicht in Gefahr.

In Nestnähe

Wird das Nest gestört, verteidigen die Tiere es koordiniert – dann drohen Mehrfachstiche. Besonders für Allergiker kann das gefährlich werden. Deshalb: Abstand halten und das Nest nur vom Profi entfernen lassen.

Das eigentliche Problem der Asiatischen Hornisse ist ökologischer Natur: Sie jagt gezielt Honigbienen und andere Insekten und kann Bienenvölker erheblich schwächen (mehr dazu weiter unten).

Mythen-Check: Was stimmt wirklich?

Rund um die Asiatische Hornisse kursieren viele Halbwahrheiten. Wir ordnen die häufigsten Behauptungen sachlich ein:

Mythos: „Ihr Stich ist tödlich und viel gefährlicher als bei anderen Wespen."

Fakt: Der Stich ist für die meisten Menschen etwa so schmerzhaft wie der einer heimischen Hornisse. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem für Allergiker und bei Mehrfachstichen in Nestnähe.

Mythos: „Jede Sichtung muss sofort den Behörden gemeldet werden."

Fakt: Seit März 2025 gilt die Art als „etabliert" und ist nicht mehr generell meldepflichtig. Eine freiwillige Meldung ist weiterhin erwünscht, aber keine Pflicht mehr.

Mythos: „Ein Nest kann man abends einfach mit Spray oder heißem Wasser erledigen."

Fakt: Solche Versuche töten nur einen Teil der Tiere, machen den Rest aggressiv und führen zu Massenstichen, Absturz oder Bränden. Nestentfernung gehört in Profihände.

Mythos: „Die heimische Hornisse darf man genauso bekämpfen."

Fakt: Nein. Die Europäische Hornisse ist besonders geschützt – das Töten ist verboten und bußgeldbewehrt. Deshalb muss die Art immer zuerst sicher bestimmt werden.

Warum Sie ein Nest niemals selbst entfernen sollten

Auch wenn die Asiatische Hornisse invasiv und nicht besonders geschützt ist – die Nestentfernung ist ein Fall für Fachleute mit Schutzausrüstung. Diese Risiken werden regelmäßig unterschätzt:

Massenangriff aus dem Nest

Ein großes Sekundärnest beherbergt mehrere Tausend Tiere. Wird es gestört, verteidigen sie es gemeinsam – Dutzende Stiche in kurzer Zeit sind möglich.

Nester in großer Höhe

Sekundärnester hängen oft hoch in Baumkronen. Arbeiten auf Leiter oder im Baum unter angreifenden Hornissen führen schnell zu Absturz und schweren Verletzungen.

Allergische Reaktionen

Wer allergisch auf Insektengift reagiert, riskiert einen anaphylaktischen Schock. Oft weiß man erst nach dem ersten schweren Stich, dass man betroffen ist.

Hausmittel & Sprays machen es schlimmer

Wasser, Feuer oder Baumarkt-Sprays töten nur einen Teil der Tiere und machen den Rest aggressiv – ganz abgesehen von Brand- und Verletzungsgefahr. Finger weg von DIY-Lösungen.

Gehen Sie kein Risiko ein

Unsere Kammerjäger entfernen das Nest sicher mit professioneller Schutzausrüstung – rufen Sie uns an.

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Nest oder Hornisse entdeckt? So reagieren Sie richtig

✓ Ihre Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Ruhe bewahren, Abstand halten: mindestens 10 Meter zum Nest, nicht im Flugweg stehen bleiben.
  • Nest nicht stören: nicht bewerfen, bespritzen, anzünden oder mit Stangen berühren.
  • Aus sicherer Entfernung fotografieren: ein Foto hilft bei der sicheren Bestimmung der Art.
  • Profi rufen: Lassen Sie das Nest von einem Fachbetrieb begutachten und fachgerecht entfernen.

Melden – freiwillig, aber weiterhin erwünscht

Seit März 2025 stuft das Bundesumweltministerium die Asiatische Hornisse als „etabliert" ein – sie ist damit nicht mehr generell meldepflichtig. NABU und die Meldeportale der Bundesländer bitten aber weiterhin um freiwillige Meldungen, um die Ausbreitung zu dokumentieren. Für die Beseitigung eines Nests auf Ihrem Grundstück sind Sie selbst verantwortlich – hier hilft Ihnen ein professioneller Kammerjäger.

So läuft die professionelle Nestentfernung ab

Ein erfahrener Kammerjäger entfernt ein Nest der Asiatischen Hornisse sicher und rechtssicher. So gehen wir bei AHS vor:

1Begutachtung & Bestimmung

Vor Ort bestimmen wir die Art zweifelsfrei (Asiatische vs. geschützte heimische Hornisse) und bewerten Lage, Höhe und Größe des Nests.

2Schutzausrüstung

Der Kammerjäger trägt einen stichsicheren Spezialanzug mit Gesichtsschutz. Sie und Ihre Familie bleiben in sicherem Abstand oder im Haus.

3Fachgerechte Behandlung

Das Nest wird mit geeigneter Technik und zugelassenen Mitteln behandelt – auch in großer Höhe. So wird das gesamte Volk zuverlässig abgetötet.

4Nestabnahme

Wo möglich und sinnvoll, wird das Nest anschließend entfernt. So verhindern wir, dass es andere Tiere anlockt oder Reste zurückbleiben.

Was kostet das? Transparent & fair

Jeder Einsatz ist anders – die Kosten hängen vor allem von Höhe, Lage und Größe des Nests ab. Ein bodennahes Gründungsnest ist deutlich einfacher zu erreichen als ein großes Sekundärnest hoch in der Baumkrone. Deshalb nennen wir keinen pauschalen Preis, sondern arbeiten transparent: Sie zahlen 49€ Anfahrt inklusive Vor-Ort-Begutachtung, und Sie erhalten einen verbindlichen Festpreis, bevor die Arbeit beginnt – ohne versteckte Kosten. Tipp: In einigen Bundesländern gibt es Förderungen – in Nordrhein-Westfalen wurde 2025 z. B. ein Zuschuss zur Nestentfernung eingeführt. Fragen Sie bei Ihrer Kommune nach.

Mehr zu unserem Vorgehen bei Hornissen und Wespen finden Sie auf unserer Leistungsseite Wespen- & Hornissenbekämpfung.

Warum die Asiatische Hornisse ein Problem ist

Die größte Sorge gilt nicht dem Menschen, sondern den Honigbienen und der Imkerei. Die Asiatische Hornisse jagt vor Bienenstöcken und erbeutet gezielt Honigbienen. In stark betroffenen Regionen kann das ganze Völker schwächen.

Zahlen & Fakten (mit Quellen):

  • Ausbreitung: Seit dem Erstnachweis 2014 (Waghäusel, Baden-Württemberg) breitet sich die Art nach Norden und Osten aus. Laut NABU besiedelt sie inzwischen etwa ein Drittel Deutschlands – etabliert in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen und weiten Teilen Nordrhein-Westfalens, mit Einzelfunden bis Hamburg, Bremen und Berlin. (Quelle: NABU)
  • Status: Seit März 2025 gilt die Art bundesweit als „weit verbreitet/etabliert" und wurde aus der verpflichtenden EU-Bekämpfung entlassen. (Quelle: Bundesumweltministerium / NABU)
  • Schäden für Imker: Aus stark betroffenen Regionen in Frankreich und Spanien werden Völkerverluste in einer Größenordnung von rund 20–30 % berichtet. Schätzungen zu volkswirtschaftlichen Kosten reichen in den zweistelligen Millionenbereich pro Jahr. (Quelle: Umweltbundesamt, Studienlage)
  • Förderung: Nordrhein-Westfalen hat 2025 ein Förderprogramm gestartet, das die fachgerechte Nestentfernung bezuschusst. (Quelle: Land NRW)

Genau deshalb ist es sinnvoll, ein Nest frühzeitig und fachgerecht entfernen zu lassen – für den eigenen Schutz und für die heimischen Bienen.

Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse

Woran erkenne ich die Asiatische Hornisse?

An ihrem überwiegend dunklen Körper, dem orangefarbenen Gesicht, einem einzelnen gelb-orangen Ring am Hinterleib und den auffällig gelben Beinenden. Mit 17–25 mm ist sie etwas kleiner als die rotbraun-gelbe heimische Hornisse.

Ist die Asiatische Hornisse gefährlich?

Für einzelne Menschen ist sie nicht gefährlicher als die heimische Hornisse – ihr Stich ist vergleichbar. Gefährlich wird es vor allem in Nestnähe und für Allergiker. Halten Sie mindestens 10 Meter Abstand.

Muss ich die Asiatische Hornisse melden?

Seit März 2025 ist sie als „etabliert" eingestuft und nicht mehr generell meldepflichtig. NABU und die Meldeportale der Länder bitten aber weiterhin um freiwillige Meldungen. Für die Nestentfernung auf dem eigenen Grundstück sind Sie selbst verantwortlich.

Darf ich das Nest selbst entfernen?

Als invasive Art ist sie nicht besonders geschützt – dennoch sollten Sie ein Nest niemals selbst entfernen. Große Nester hängen oft hoch und beherbergen Tausende Tiere. Überlassen Sie das einem Profi mit Schutzausrüstung. Und lassen Sie die Art zuerst bestimmen, denn die heimische Hornisse ist geschützt.

Kann ein Nest Schäden am Haus verursachen?

Die Asiatische Hornisse zerstört keine Bausubstanz. Ein Nest verschmutzt aber Fassade und Terrasse mit Kot, kann in Rollladenkästen oder Hohlräumen Feuchtigkeit stauen und Bauteile blockieren, und verlassene Nester locken andere Insekten an. Frühe Entfernung hält Verschmutzung und Folgeschäden gering.

Wie schnell können Sie kommen?

Bei AHS sind wir deutschlandweit oft noch am selben Tag bei Ihnen. Rufen Sie uns an: 01579 2674265.

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