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Ratten im Haus erkennen: 7 sichere Anzeichen + Sofortmaßnahmen

AHS Schädlingsbekämpfung Team
12 Minuten Lesezeit
17. November 2025
Rattenbefall erkennen – Anzeichen und professionelle Bekämpfung

Ratten im Haus erkennen Sie an diesen 7 Anzeichen: spindelförmiger Kot (1-2 cm), Nagespuren an Kabeln und Holz, Schmierspuren an Wänden, kratzende Geräusche nachts, Ammoniakgeruch, Laufwege im Staub und Fraßschäden an Lebensmitteln. Handeln Sie sofort – eine einzelne Ratte bedeutet meist einen ganzen Rudel in Ihrem Haus.

Wichtig zu wissen

Ratten sind nachtaktiv und äußerst scheu. Wenn Sie eine Ratte tagsüber sehen, ist der Befall bereits fortgeschritten. In 8 von 10 Fällen, in denen unsere Kammerjäger gerufen werden, finden wir einen Befall von mindestens 10-15 Tieren vor. Je früher Sie handeln, desto einfacher und günstiger ist die Bekämpfung.

1. Rattenkot erkennen – Das eindeutigste Anzeichen

Rattenkot ist das zuverlässigste Indiz für einen Befall. Eine einzige Ratte hinterlässt bis zu 40 Kotkügelchen pro Tag – bei einem Rudel von 10 Tieren sind das 400 Hinterlassenschaften täglich. Der Kot verrät nicht nur die Anwesenheit, sondern auch die Befallsstärke und ob der Befall aktiv ist.

🔍 So identifizieren Sie Rattenkot:

  • Größe: 1-2 cm lang, etwa 5 mm dick (deutlich größer als Mäusekot)
  • Form: Spindelförmig mit spitzen Enden (Mäusekot ist rund)
  • Farbe: Dunkelbraun bis schwarz
  • Konsistenz frisch: Glänzend, weich, feucht
  • Konsistenz alt: Matt, grau, bröckelig, trocken
  • Geruch: Beißend, ammoniakähnlich bei größeren Mengen

Typische Fundorte: Suchen Sie entlang von Wänden, hinter Schränken, unter der Spüle, im Keller, auf dem Dachboden und in der Nähe von Lebensmittelvorräten. Ratten folgen immer denselben Laufwegen – wo Kot liegt, ist auch der Weg.

Praxis-Tipp vom Kammerjäger: Frischer, glänzender Kot bedeutet aktiver Befall. Entfernen Sie den Kot (mit Handschuhen und Atemschutz!) und kontrollieren Sie nach 24 Stunden. Neuer Kot bestätigt: Die Ratten sind noch da.

2. Nagespuren – Ratten müssen nagen

Rattenzähne wachsen lebenslang – bis zu 15 cm pro Jahr. Deshalb müssen Ratten permanent nagen, um ihre Zähne abzunutzen. Diese Nagespuren sind unverwechselbar und ein sicheres Zeichen für Rattenbefall.

Typische Nagespuren von Ratten:

  • Elektrische Kabel: Blanke Drähte, angeknabberte Isolierung (Brandgefahr!)
  • Holz: Türrahmen, Möbel, Balken mit groben Zahnabdrücken
  • Kunststoff: Rohre, Verpackungen, Mülltonnen
  • Lebensmittelverpackungen: Durchgebissene Kartons, Tüten, sogar dünnes Blech
  • Dämmung: Zerfressene Isolierung auf Dachböden

Brandgefahr durch Kabelfraß

25% aller Brände mit unbekannter Ursache werden auf Nagetierfraß an Kabeln zurückgeführt. Wenn Sie angeknabberte Kabel finden, schalten Sie sofort den Strom ab und rufen Sie einen Elektriker und Kammerjäger. Dies ist ein Notfall.

3. Geräusche nachts – Kratzen, Trippeln, Quieken

Ratten sind nachtaktiv. Zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens sind sie am aktivsten. Wenn Sie nachts regelmäßig Geräusche hören, könnte das auf Ratten hindeuten – aber nicht jedes Geräusch ist automatisch eine Ratte.

GeräuschWahrscheinliche UrsacheCharakteristik
Kratzen in der WandRatten oder MäuseRhythmisch, wiederkehrend
Trippeln auf dem DachbodenRatten, Marder oder WaschbärRatten: leicht | Marder: polternd
Quieken/FiepenRatten (Kommunikation)Hohe Töne, oft bei Revierkämpfen
Nagen/KnabbernRatten oder MäuseRegelmäßig, oft an derselben Stelle
Rascheln in der DämmungRatten (Nestbau)Unregelmäßig, bei Materialtransport

Unser Tipp: Klopfen Sie gegen die Wand, wenn Sie Geräusche hören. Ratten verstummen kurz und setzen dann ihre Aktivität fort. Marder hingegen reagieren oft mit lauterem Poltern oder flüchten hörbar.

4. Schmierspuren an Wänden und Durchgängen

Ratten haben ein fettiges Fell und folgen immer denselben Wegen. Dadurch entstehen charakteristische dunkle Schmierspuren an Wänden, Balken und Durchgängen – sogenannte "Laufstraßen".

💡 So erkennen Sie Schmierspuren:

  • Aussehen: Dunkle, fettige Streifen in Bodennähe (5-10 cm Höhe)
  • Fundorte: Entlang von Wänden, an Ecken, um Löcher herum
  • Konsistenz: Schmierig, lässt sich nicht einfach abwischen
  • Geruch: Leicht urinös bei starkem Befall

Diese Spuren entstehen über Wochen und Monate. Je dunkler und ausgeprägter die Spur, desto älter und stärker der Befall. Bei frischem Befall sind die Spuren kaum sichtbar – ein Grund mehr, auf die anderen Anzeichen zu achten.

5. Ammoniakgeruch – Der Gestank des Befalls

Rattenurin hat einen intensiven, beißenden Ammoniakgeruch. Bei einem aktiven Befall ist dieser Geruch oft das erste, was Hausbesitzer bemerken – besonders in geschlossenen Räumen wie Kellern, Abstellkammern oder Dachböden.

Der Geruch wird stärker, je größer das Rudel und je älter der Befall. Ratten markieren ihr Revier mit Urin – ein Rudel von 10 Tieren produziert täglich etwa 15-20 ml Urin. In schlecht belüfteten Räumen sammelt sich der Geruch und wird penetrant.

Achtung: Ein süßlicher, verwesender Geruch deutet auf tote Ratten in Wänden oder unter dem Boden hin. Dies tritt häufig auf, wenn Ratten an Giftködern sterben und sich in ihre Verstecke zurückziehen. In diesem Fall ist professionelle Hilfe unbedingt erforderlich.

6. Laufwege und Trittspuren im Staub

In staubigen Bereichen wie Dachböden, Kellern oder Lagerräumen hinterlassen Ratten deutliche Trittspuren und Schwanzabdrücke. Rattenpfoten sind 2-4 cm lang, die Hinterpfoten größer als die Vorderpfoten.

Profi-Trick zur Befallskontrolle: Streuen Sie eine dünne Schicht Mehl oder Babypuder an verdächtige Stellen (entlang von Wänden, vor Löchern). Kontrollieren Sie am nächsten Morgen: Fußspuren und Schwanzschleifspuren bestätigen den Verdacht. So können Sie auch die Laufwege der Ratten nachverfolgen.

7. Fraßschäden an Lebensmitteln und Verpackungen

Ratten fressen nahezu alles: Getreide, Obst, Fleisch, Müll. Sie benötigen täglich 25-30 Gramm Nahrung und bis zu 60 ml Wasser. In Vorratsräumen und Küchen hinterlassen sie typische Spuren:

  • Durchgenagte Verpackungen (Kartons, Plastik, Tüten)
  • Angebissene Früchte mit deutlichen Zahnabdrücken
  • Ausgefressene Ecken an Brottüten, Müslipackungen
  • Kot in der Nähe von Lebensmitteln
  • Verschleppte Nahrung (Nussschalen, Körner auf dem Boden)

Lebensmittel entsorgen!

Alle Lebensmittel, die mit Ratten in Kontakt gekommen sein könnten, müssen entsorgt werden. Ratten übertragen über Kot, Urin und Speichel gefährliche Krankheitserreger. Dies gilt auch für verschlossene Verpackungen mit Nagespuren.

Gesundheitsgefahren: Warum Ratten so gefährlich sind

Ratten sind keine harmlosen Untermieter. Sie gelten als eine der größten Gesundheitsgefahren unter den Schädlingen und übertragen mehr als 70 Krankheiten auf Menschen – direkt durch Bisse oder indirekt über Kot, Urin, Parasiten und kontaminierte Lebensmittel.

KrankheitÜbertragungswegSymptome
Leptospirose (Weil-Krankheit)Rattenurin im WasserFieber, Gelbsucht, Nierenversagen
SalmonelloseKontaminierte LebensmittelDurchfall, Erbrechen, Fieber
HantavirusEinatmen von KotstaubLungenentzündung, Nierenversagen
RattenbissfieberBisse, KratzerFieber, Ausschlag, Gelenkschmerzen
BandwürmerKontaminierte NahrungBauchschmerzen, Gewichtsverlust

Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei Rattenkontakt oder Verdacht auf Kontamination sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Sofortmaßnahmen bei Rattenverdacht: 5-Punkte-Checkliste

Wenn Sie eines oder mehrere der oben genannten Anzeichen entdeckt haben, sollten Sie sofort handeln. Diese Maßnahmen können Sie ergreifen, bevor der Kammerjäger kommt:

✓ Sofortmaßnahmen-Checkliste:

  1. 1.Nahrungsquellen eliminieren: Alle Lebensmittel in verschließbare Behälter (Glas, Metall). Tierfutter über Nacht wegräumen. Müll täglich entsorgen.
  2. 2.Zugänge identifizieren: Suchen Sie nach Löchern, Ritzen und Spalten größer als 2 cm. Ratten können sich durch erstaunlich kleine Öffnungen zwängen.
  3. 3.Befallsstärke dokumentieren: Fotografieren Sie Kotspuren, Nagespuren und andere Anzeichen. Dies hilft dem Kammerjäger bei der Einschätzung.
  4. 4.Hygiene erhöhen: Reinigen Sie betroffene Bereiche mit Desinfektionsmittel. Tragen Sie dabei Handschuhe und Atemschutz!
  5. 5.Kammerjäger rufen: Je schneller Sie professionelle Hilfe holen, desto geringer der Schaden und die Kosten.

Warum Hausmittel bei Ratten nicht funktionieren

Das Internet ist voll von angeblichen Wundermitteln gegen Ratten: Essig, Pfefferminzöl, Ultraschallgeräte, Katzenurin. Die Realität: Keines dieser Mittel vertreibt Ratten dauerhaft.

HausmittelBehauptungRealität
PfefferminzölRatten hassen den GeruchWirkung verflüchtigt in Stunden, Ratten gewöhnen sich daran
UltraschallVertreibt Ratten durch TöneWissenschaftlich widerlegt, Ratten gewöhnen sich nach 2-3 Tagen
EssigRatten meiden den GeruchKurzfristig, keine nachhaltige Wirkung
Katze im HausNatürlicher FeindRatten weichen aus, bekämpfen nicht das Problem an der Wurzel
BackpulverTötet Ratten durch AufblähenMythos, Ratten fressen es nicht in wirksamen Mengen

Das Problem: Ratten sind hochintelligent und extrem anpassungsfähig. Sie lernen schnell, welche Gefahren echt sind – und welche nicht. Hausmittel verschaffen bestenfalls eine kurze Verschnaufpause, während sich der Befall im Verborgenen ausbreitet.

Die Konsequenz: Jede Woche, die Sie mit wirkungslosen Hausmitteln verlieren, bedeutet mehr Ratten, mehr Schäden und höhere Kosten für die professionelle Bekämpfung.

Professionelle Rattenbekämpfung: So arbeiten Kammerjäger

Professionelle Schädlingsbekämpfer setzen auf ein integriertes Bekämpfungskonzept (IPM – Integrated Pest Management), das den Befall nachhaltig beseitigt und ein Wiederauftreten verhindert.

1Befallsanalyse

Gründliche Inspektion des gesamten Objekts. Identifikation von Rattenart, Befallsstärke, Laufwegen, Nestern und Eintrittspunkten. Grundlage für den Bekämpfungsplan.

2Köderstationen

Sichere, manipulationssichere Boxen mit professionellen Rodentiziden. Strategisch platziert entlang der Laufwege. Für Kinder und Haustiere unzugänglich.

3Fallen

Schlagfallen und Lebendfallen an strategischen Punkten. Ermöglichen Erfolgskontrolle und reduzieren die Population schnell.

4Zugänge schließen

Abdichten aller Eintrittspunkte mit rattensicheren Materialien (Stahlwolle, Metallgitter, Beton). Verhindert Neubefall von außen.

Bei AHS Schädlingsbekämpfung

Wir führen bei Rattenbefall mindestens 2-3 Kontrollbesuche durch, um den Erfolg sicherzustellen. Erst wenn keine Aktivität mehr feststellbar ist, gilt der Befall als beseitigt. Sie zahlen einen transparenten Festpreis – keine versteckten Kosten, keine Überraschungen.

Häufige Fragen zu Ratten im Haus

Wie erkenne ich, ob ich Ratten oder Mäuse habe?

Der einfachste Unterschied ist die Kotgröße: Rattenkot ist 1-2 cm lang und spindelförmig, Mäusekot nur 3-8 mm und rund wie Reiskörner. Auch die Nagespuren sind bei Ratten deutlich gröber (Zahnabstand ca. 4 mm vs. 1-2 mm bei Mäusen).

Wie viele Ratten sind in meinem Haus, wenn ich eine sehe?

Faustregel: Sehen Sie eine Ratte tagsüber, leben wahrscheinlich mindestens 8-10 weitere im Verborgenen. Ratten sind extrem scheu und nachtaktiv. Eine tagsüber sichtbare Ratte deutet auf starken Populationsdruck hin – die Tiere werden aus ihren Verstecken verdrängt.

Können Ratten durch die Toilette ins Haus kommen?

Ja, das ist möglich, aber selten. Wanderratten sind exzellente Schwimmer und können bis zu 3 Minuten tauchen. In älteren Gebäuden mit defekten Rückstauklappen kommt es vereinzelt vor. Moderne Sanitärinstallationen verhindern dies in der Regel.

Was kostet die Rattenbekämpfung durch einen Kammerjäger?

Bei AHS Schädlingsbekämpfung beginnt professionelle Rattenbekämpfung ab 149€ plus Anfahrt (49€). Der Endpreis hängt von Befallsstärke und Objektgröße ab. Sie erhalten vorab einen verbindlichen Festpreis – ohne versteckte Kosten.

Muss ich bei Rattenbefall das Gesundheitsamt informieren?

Nach dem Infektionsschutzgesetz besteht eine Meldepflicht bei Rattenbefall in Lebensmittelbetrieben, Gemeinschaftseinrichtungen und öffentlichen Gebäuden. Private Haushalte sind nicht meldepflichtig, aber eine schnelle Bekämpfung ist im eigenen Interesse dringend empfohlen.

Wie lange dauert es, einen Rattenbefall zu beseitigen?

Die vollständige Bekämpfung dauert in der Regel 2-4 Wochen mit 2-3 Kontrollbesuchen. Bei starkem Befall kann es länger dauern. Die ersten Erfolge sehen Sie meist schon nach wenigen Tagen – deutlich weniger Aktivität und frischer Kot.

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